Wildes Waldläuferpesto

Oh war das ein Gaumenschmaus, eine Geschmacksexplosion pur!

Frische Kräuter im Wald kennengelernt, mit Steinwerkzeug gerntet und geschnitten, mit den Händen bearbeitet - denn wer hätte gedacht, dass unsere Hände so fein klein häckseln können -
weiteren Köstlichkeiten gemischt und dann verkostet.

Wenn du wissen möchtest, was wir erlebt und unser Rezept für das wilde Waldläuferpesto erfahren möchtest, dann lies weiter...


Gleich zu Beginn unseres Waldläufernachmittags machten wir uns auf den Weg, die Pfanzenleut' persönlich kennen zu lernen.

Ziemlich rasch haben wir festgestellt, dass wir ganz unterschiedlich sehen, also wahrnehmen und wir uns am leichtesten tun, wenn wir die Pflanze zeichnen.

Dann kann sich jeder von uns vorstellen, wie das Kräutlein aussieht. So lernten wir zB. den Giersch kennen und machten uns gleich neugierig auf die Suche, oder sollte ich eher Jagd sagen? ;-)


Ja und da unsere Waldläufer ja schon richtige grüne Leut-kenner sind, haben wir unser ganzes Wissen zusammen getragen und so einige tolle Leckereien gefunden, die wir für unser schmackhaftes Pesto pflückten.

Und ein kleines Rätsel haben wir dann auch für dich:
Glaubst du, gehören Blüte und Blätter zusammen?
Schreib uns in den Kommentaren, was du denkst!

Auf unserer "Reise" durch die Welt der grünen Leut' haben wir ihre Freunde auch gleich kennen lernen und beobachten dürfen und da war so ein wunderhübscher gelbgrüner Falter oder war's ein Schmetterling - was ist eigentlich der Unterschied? Gibt es da einen Unterschied?

- mit hübschen umrandeten rötlichen Punkten, der seine - waren es Eier? - auf die Hüllblätter der Knospen von einem Strauch - welcher Strauch war das nochmal? - abgelegt hat.


Ja und über Fische durften wir auch von einem Herren, der am Teich uns gleich eine spannende Geschichte von einem entenfressenden Fisch erzählte, erfahren.

Wow! War das aufregend und sooo spannend!

So, wir haben dich jetzt lange genug auf die Folter gespannt: Hier folgt nun unser absolut obergeniales Rezept für das wilde Waldläuferpesto:

1 Bund, entspricht ca. 250 Gramm Wildkräuter:

 je nach deinem Umfeld, Jahreszeit und Wachstumsfreude ;-)
bei uns waren es:
- Pestwurzblätter (nicht in zu großen Mengen!)
- Brennesselblätter
- Sauerklee (auch hier in kleinen Mengen)
- Himbeerblätter

- Labkraut


Du kannst aber auch ganz andere Kräuter in dein Pesto geben: Hier geben wir dir ein paar Ideen:
Gundelrebe, Sauerampfer, Giersch, Beifuß, Spitzwegerich, und viele mehr. Wir freuen uns, wenn du uns dein ganz persönliches Pestorezept verrätst :-)

 

In großen Mengen bedeutet zumeist kiloweise oder auch über einen längeren Zeitraum und ist hier, da wir das Pesto ja auch nur als Gewürz verwenden nicht schädlich. Dennoch ist es wichtig, in Eigenverantwortung die Kräuter zu ernten und zu verarbeiten, bzw. mit jemandem, der sich auskennt in Wald und Wiese zu gehen.
Der Spruch der Bauern "Was der Bauer net kennt, frisst er net" hat nicht ohne Grund seinen Sinn.

 

Unser Rezept "kurz & knackig":

  • 1 Bund Wildkräuter
  • ca. 200g oder besser noch:
    nach Geschmack Parmesan
  • ca. 300ml Olivenöl
  • Salz
  • ca. 80g geriebene Mandeln
  • ca. 2-4 Knoblauchzehen (je nach Geschmack & Größe)


Wir haben die Kräuter handgehäckselt, mit Steinen gemahlen, gesalzen und mit Öl und geriebenen Mandeln nach Gefühl vermengt
. Danach kam noch der Parmesan hinzu und ein paar Knoblauchzehen haben wir auch noch, je nach Geschmack beigegeben.

 

Du kannst auch anstelle von Mandeln, Wal(d)nüsse, Haselnüsse oder andere Nüsse verwenden. Am Spannendsten ist es ohnehin, wenn du dir so viele Zutaten wie möglich aus dem Wald und von der Wiese holst :-)

 

Unser Pesto ist auf jeden Fall richtig lecker geworden und ich bin schon gespannt auf deines!

Lass es dir schmecken!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0