Die Geschichte von der Wertschätzung...

 

Es war einmal vor langer Zeit, da zogen die Menschen durch die Länder. Sie tauschten sich aus, lernten einander kennen und tauschten Waren, die sie selbst hergestellt, gesät, gepflügt und geerntet hatten.

Bauern und Handwerker, Großmütter und -väter, Heiler und Seherinnen wurden sehr geschätzt, da ihre Position und die Wichtigkeit in der Gemeinschaft gesehen und anerkannt war...

Die Menschen hatten ihre Plätze in der Gemeinschaft und wussten um ihre Fähigkeiten. Irgendwann jedoch entstand aus irgend einem Grund ein Mangel. Vielleicht war es eine Hungersnot, bedingt durch einen Klimawandel, vielleicht war es auch etwas ganz anderes...
Die Menschen wurden sesshaft, begannen ihren Komfort zu erweitern und erkannten, dass sie all das, was sie früher mühsam täglich sammeln mussten, nun in ihren Häusern horten konnten. Jeder wollte natürlich von allem das Meiste haben, um damit gut über den Winter oder die Trockenzeit zu kommen. Man wollte das Beste für sich und seine Familien.
In den Häusern lebten die Großfamilien, die sich langsam von der Gemeinschaft abschotteten, um ihre Gemeinschaft zu nähren und das was die anderen taten, war nicht mehr von so großer Wichtigkeit, wie damals, als sie noch gemeinsam und abhängig voneinander umherzogen.
Mit den Jahren entstand ein neues Wertesystem. Die Menschen begannen sich über ihre Vorratslager und das, was sie zu Hause hatten zu definieren. Ländereien wurden immer größer und man versuchte am besten Weg, das meiste für sich und seine Lieben heraus zu holen. Man spürte förmlich die Macht und Konkurrenz entstand, ganz so wie bei Pflanzen, welche sich den besten Boden suchen.
Wie die Geschichte weiter geht, möchtest du wissen? Ich glaube, du selbst kannst dir ein Bild bis heute machen, doch etwas passiert - gerade hier und jetzt in allen Teilen dieser Welt.
Menschen erkennen, dass ihre Seile durchtrennt sind, nach denen sie sich so sehr sehnen. Diese Verbindungen zu ihresgleichen. Der Müdigkeit entgegen zu treten und sich in Gemeinschaften einzubringen, um nicht mehr alleine alles machen und gegeneinander kämpfen zu müssen, um miteinander leben zu können - was für ein Paradoxon! Die Menschen erkennen, welch großen Wert jeder einzelne in seinem Umfeld hat und schätzen diesen Menschen.
Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber bist du schon heute vor dem Spiegel gestanden und hast dir “Danke” gesagt? Dir selbst für all das, was du bis zu diesem heutigen Tag bereits erlebt, erlernt, gegeben und genommen hast? Deinem Körper, der schon heute früh wieder “funktioniert” hat, damit du das tun kannst, was heute zu tun ist und wenn es ein fauler Sonntag mit deinen Liebsten ist.
Wie dankbar bist du jenen, die dein Haus gebaut haben, die Installationen instand halten, das Wasser reinigen, das du heute trinken kannst? Wie sehr schätzt du deinen Nachbarn, der seiner Arbeit nachgeht, damit du deine verrichten kannst? Wem oder für was bis du heute dankbar?
Ja und nun stelle dir vor, wenn wir alle einander wertschätzten für das, was wir gerade tun? Was denkst du, wie würde dann dein Umfeld aussehen? Wie würde es in dir drin aussehen?
Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag, voller Mut und Freude zum Leben und danke dir für dein Sein!
In peace
Alexandra

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