Einen
angenehmen Wochenbeginn wünsche ich euch!
Heute
erzähle ich euch von mir und warum ich Wechseljahrebegleitung und -aufklärungsarbeit mache:
Angefangen hat
alles vor vielen Jahren, als ich das erste Mal von `Ältesten`gehört habe: Da hat etwas in mir "klick" gemacht, denn ich hatte unglaublich liebe Großeltern und wollte von klein auf schon "Oma"
werden. Ich stellte mir das sehr romantisiert vor und es war für mich ein erstrebenswertes Bild.
Vor einigen Jahren dann hatte ich
von einem Tag auf den anderen mit seltsamen Schmerzen in den Fußsohlen zu kämpfen. Es begann, wie bei so vielen, eine Odysse von Arzt zu Arzt, da nichts half. Hinzu kamen Hüftschmerzen und in
weiterer Folge Gelenks- und Muskelschmerzen. Dann lernte ich die MNRt Technik (danke Jim
Tree-Gilmore) und von da an konnte ich viele
meiner Symptome lindern. Ich machte eine Physiotherapie und blieb bei den Mobilisationsübungen dran. Erst zwei Jahre später stieß ich auf den podcast menomio und mir fiel es wie Schuppen von den
Augen: Ich war in den Wechseljahren! Zuvor stellte ich mir das alles hoch bedeutsam mit Wandel und Prozessen vor, die jedoch mehr in meinem Kopf fantasierten, als im Alltag stattfanden. Abgesehen
von den äusseren Ereignissen, die ich in den vergangenen Jahren erlebte und mich wieder auf den Boden der Tatsachen brachte und mir damit ganz viel Erkenntnis und auch innere Heilräume
ermöglichten.
Von da
an begann ich wie wild zu forschen und bin immer noch dran. Seither hatte ich mit vielen weiteren Symptomen zu tun, war mehrmals aufgrund starker Bltuungen, die niemand mit den Wechseljahren in
Verbindung brachte, massiver Migräne mit Aura, Sprachfindungsstörungen und Brainfog, sowie Abnutzungserscheinungen in der Halswirbelsäule konfrontiert. Oft wachte ich den Nächtens auf und schlief
manchmal erst nach Stunden wieder ein. Ich atmete, meditierte, betete...
Ich war
manchmal frustriert und verzweifelt und wollte Ausdauer- und Krafttraining, leichte Gymnastik machen, doch jedes mal, wenn ich mich etwas mehr bewegte, wurde mir übel. Ich nahm 20kg zu und nach
mehr als zwei Jahren forschen mit meinen eigenen Prozessen im Lebensrad und vielen Gesprächen mit Frauen, kam ich für mich zu dem Schluss, den ich schon mehrmals erwähnte: Meine beste Medizin ist
immer noch ein liebevoller Umgang mit mir. Ich bin nicht krank, ich bin im Wandel und mein Körper und Geist formen sich um. Wenn ich mich selbst nicht liebevoll begleite, wer
dann?
Ich
bleibe dran, versuche mich mit guter Ernährung und immer wieder sanfter Bewegung etwas mehr Mobilität und Kraft in mich zu bekommen. Ich bekämpfe mich aber nicht dabei! Ich lausche sanft und
frage: Was brauche ich jetzt? Jeden Tag versuche ich mir etwas zu geben, das mir gut tut. Ich sehe so viele Frauen in diesen Jahren leiden und der Satz: "Da musst du durch" stimmt insofern, als
dass dieser Prozess des Wandels keiner Frau erspart bleibt. Er äussert sich nur äusserst individuell und auch hier dürfen wir entscheiden, wie wir damit umgehen UND unser Umfeld darf lernen, dies
zu respektieren. Ausserdem braucht es eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema in der Medizin (ich habe genug Gynäkologinnen und andere erlebt, die nichts mit den Wechseljahren am Hut
haben und nicht nur mich abwiesen) aber auch im Alltag/Beruf, Partnerschaft und das passiert bereits langsam, aber sicher. Lass dich also bitte nicht entmutigen - denn wir sind die, die dieses
Bewusstsein einfordern und selbst in die Gesellschaft bringen können.
Von
Herz zu Herz
Alexandra